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Neu fokussieren
Bewegung und Mobilität sind wichtige Schlüsselfaktoren, um globale Herausforderungen zu bewältigen. Der Erfolg hängt maßgeblich von der Fähigkeit ab, beide Bereiche neu zu denken und fortschrittlich zu gestalten. Schaeffler tut dies seit mehr als 70 Jahren. Aber um ein echter Pionier zu bleiben, muss sich das Unternehmen analog zu den sich ändernden Rahmenbedingungen transformieren – und auch agiler werden.
Von Volker Paulun (April 2021)
In seiner Roadmap 2025 hat Schaeffler eine Leitmaxime seines Handelns definiert: Das aus Tradition innovative Familienunternehmen will für einen anspruchsvollen Kundenkreis nicht weniger als DER bevorzugte Automobil- und Industriezulieferer sein. Und das weltweit.
Mit der Erfindung des käfiggeführten Nadellagers hat Schaeffler von Beginn an Bewegung und Mobilität an vorderster Front mitgestaltet. Rotationsbewegungen genauso wie Linearbewegungen. In Autos ebenso wie in Maschinen, Windrädern oder anderen Industrieanwendungen. Dabei ist agiles Denken und Handeln tief in der DNA des Unternehmens verwurzelt. Dr.-Ing. E. h. Georg Schaeffler, der das Unternehmen 1946 zusammen mit seinem Bruder Dr. Wilhelm Schaeffler gegründet hat, war selbst ein höchst kreativer Innovator. Auf ihn geht nicht nur das käfiggeführte Nadellager zurück, im Laufe seines Lebens meldete Georg Schaeffler insgesamt 70 Erfindungen zum Patent an.
Schaeffler-Definition von Agilität
Agilität ist eine Eigenschaft, die nicht auf dem Papier, sondern im Kopf beginnt. Für uns bedeutet Agilität, das zu antizipieren und zu liefern, was unsere Kunden benötigen. Agilität heißt zudem Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und mit Tempo richtig umzugehen. Kontinuierliche Verbesserung, Zusammenarbeit in flexiblen Teams und Projektstrukturen sowie ein hohes Maß an Urteilsvermögen sind dabei aus unserer Sicht entscheidende Erfolgsfaktoren für nachhaltige Wertschaffung in immer dynamischeren Umgebungen.
Mehr noch: Georg Schaeffler entwickelte nicht nur technischen Fortschritt, er vermarktete ihn auch ebenso agil. Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm klapperte er mit einem gut bestückten Musterkoffer potenzielle Kunden in der Industrie ab und präsentierte seine innovativen Lagerlösungen. Diese pionierhafte Tatkraft wurde schnell belohnt. Die Zahl der Anwendungen und Anwender stieg rasant an. Ab 1953 gab es kein neu gebautes Auto in der noch jungen Bundesrepublik, in dem nicht serienmäßig Lager aus dem Hause Schaeffler eingebaut waren.
70 Jahre später werden in jedem weltweit produzierten Pkw im Schnitt rund 60 Teile von Schaeffler verbaut. Ein weiterer sehr positiver Agilitätsindikator: 2020 hat das Unternehmen 1.907 Patentanmeldungen beim Deutschen Patent- und Markenamt eingereicht und belegt damit zum achten Mal in Folge den zweiten Platz auf der Rangliste der innovativsten Unternehmen Deutschlands.
Win-win: Digitale Anwendungen und Industrie-4.0-Lösungen eröffnen Schaeffler neue Märkte und beschleunigen die eigenen Prozesse
Proaktiv handeln in disruptiven Zeiten
Eindrucksvolle Zahlen, das ja, aber ein Grund sich auszuruhen sind solche Größen nicht. Das Management von Schaeffler ist sich bewusst, dass sich das Unternehmen in einer zunehmend dynamischeren und komplexeren Umgebung mit sich rasch verändernden Kundenbedürfnissen kontinuierlich weiterentwickeln muss. Die Roadmap 2025 gibt den Weg vor. Dabei will sich Schaeffler von drei strategischen Prioritäten leiten lassen: Innovation, Effizienz und Agilität. Vorstandschef Klaus Rosenfeld erklärt dazu: „Wir leben in sehr herausfordernden Zeiten tiefgreifender Veränderungen in unserem gesellschaftlichen, geopolitischen und makroökonomischen Umfeld mit zugleich erheblichen Unsicherheiten. In vielen Bereichen fällt es schwer, langfristig zu planen. Und auch in kurz- bis mittelfristiger Sicht wird ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit immer wichtiger, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.“ Die über Jahrzehnte etablierten Stärken von Schaeffler – Innovationskraft, höchste Qualität, ein ausgeprägtes Systemverständnis und die Fertigungsexzellenz – bilden das solide Fundament für den Wandel. Dabei stets im Mittelpunkt: der Kunde und seine Bedürfnisse.
Ein großer Vorteil von Schaeffler: Als integrierter Automobil- und Industriezulieferer verfügt das Unternehmen über besondere Möglichkeiten, Synergien zu realisieren und Prozesse zu beschleunigen. So gibt es zwischen den verschiedenen Geschäftsfeldern der drei Sparten Industrie, Automotive und Automotive Aftermarket vielfältige Schnittmengen unterschiedlicher Art. Die Verwendung gleicher Materialien und Komponenten, der Einsatz übereinstimmender Produktionstechnologien oder der gemeinsame Einkauf von Rohstoffen sind nur einige Beispiele dafür.
>> Ein hohes Maß an Flexibilität
und Anpassungsfähigkeit wird immer wichtiger
Klaus Rosenfeld,
Vorsitzender des Vorstands
Das Ziel ist es, für eine weitere Optimierung der Prozesse künftig ein noch stärkeres Augenmerk auf die Erzielung spartenübergreifender Skalen- und Verbundeffekte zu legen. Dazu setzt Schaeffler über alle vier Regionen (Amerika, Europa, China sowie Asien) hinweg auf einen verstärkten Technologie- und Wissenstransfer zwischen seinen Sparten. Auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systemverständnisses und der Marktexpertise sollten sich daraus erhebliche Vorteile ergeben. Ein weiterer Baustein ist das neue Zentrallabor, das aktuell am Stammsitz in Herzogenaurach entsteht.

Um sich strategisch neu auszurichten, setzt sich Schaeffler gezielt mit fünf Zukunftstrends auseinander, in denen Schaeffler Chancen für zukünftige Erfolge sieht: Klimawandel, neue Mobilität, demografischer Wandel, Datenwirtschaft und autonome Produktion. Allesamt Bereiche, die die globale Transformation in den kommenden Jahren und Jahrzehnten entscheiden prägen werden.
Web-Special Schaeffler Roadmap 2025
„Meilenstein unserer Innovationsstrategie“
Allein ist man einzigartig, zusammen ist man stark. Unter diesem Motto vermittelt die deutsche Innovationsplattform STARTUP AUTOBAHN Kooperationen zwischen Großkonzernen und jungen Unternehmen – immer mit dem Ziel, noch innovativer, effizienter und agiler zu agieren, um neue Technologien zu entwickeln und schneller in Richtung Marktreife voranzutreiben. Schaeffler ist neuer „Ankerpartner“ der Denkfabrik. „Als globaler Automobil- und Industriezulieferer möchten wir Fortschritt gestalten, der die Welt bewegt. STARTUP AUTOBAHN passt perfekt zu Schaeffler und ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Innovationsstrategie“, sagt Uwe Wagner, Vorstand Forschung und Entwicklung. Durch die Zusammenarbeit mit Start-ups könne Schaeffler Wachstumsmärkte noch schneller identifizieren, gleichzeitig das Kerngeschäft mit starken Partnern weiterentwickeln und so innovative, nachhaltige Zukunftstechnologien anbieten.
Agiles Netzwerk: Mehr als 320 Pilotprojekte hat STARTUP AUTOBAHN seit 2016 entwickelt
Über STARTUP AUTOBAHN sind mittlerweile 30.000 Start-ups miteinander vernetzt. Seit der Gründung im Jahr 2016 wurden mehr als 320 Pilotprojekte entwickelt. Neben dem Hauptsitz in Stuttgart ist das Netzwerk auch in China, Indien und Singapur präsent. „Wir treffen auf bestehende Kunden, viele Zulieferer sowie auf neue Akteure und spannende Unternehmen mit den für uns relevanten Technologien. Große Chancen für Innovationen sehen wir vor allem in der weiteren Digitalisierung unserer Produkte und Services sowie unserer Produktion – und das sowohl im Automotive- als auch im Industriebereich“, sagt Prof. Dr.-Ing. Tim Hosenfeldt, Leiter Forschung & Innovation und Zentrale Technologien.
startup-autobahn.com